mehr als nur verspielt.

Little Big Planet - Erfahrungsbericht

Archiv-Artikel vom 14. Oktober 2008. Spiegelt den Stand von damals wider, nicht die heutige Meinung.

Little Big Planet - Erfahrungsbericht

geschrieben von Dai-Lee

Die letzten Tage war ich in einer Welt gefangen, welche wie aus Karton, Stoff und Kork gebastelt wirkte. Lediglich ein Satz riss mich wieder zurück in die Wirklichkeit: Dieser Inhalt ist nicht mehr gültig. Waaaaah! Doch auch das sprichwörtliche ‘beißen in den Kontroller’ brachte mich nicht mehr in die Welt der Sackboys und -girls zurück, denn die Beta von Little Big Planet ist vorbei…

Little Big Planet hat mich von Anfang an gebannt - das Intro des Spiels ist bereits ein interaktiver Pappkarton der einem nicht nur die Entwickler des Spiels nahebringt, sondern bereits die ersten Schritte mit der Steuerung liebevoll erklärt.

Trotz Betastadium war bereits alles in deutsch - lediglich der Sprecher, welcher einen durch die Erklärungsvideos führt (die ich im übrigen äußerst hilfreich finde) spricht noch englisch - allerdings in einer sehr humorvollen Art und ich hoffedieser Charme kommt dann auch mit deutscher Synchronisierung ‘rüber.

Die Welt ist nur so klein wie deine Vorstellungskraft
Neben der Gestaltung des eigenen Sackboys - oder Sackgirls -  und den Geschichtsleveln, die einen die Steuerung nahe bringen und mit Gegenständen aufwarten bietet Little Big Planet ein sehr mächtiges Tool um eigene Welten zu schaffen.

Das sogenannte Popit enthält alles, was man benötigt um der Kreativität freien Lauf zu lassen. Es gab bereits in der Beta unzählige Level, die von Spielern und Spielerinnen erschaffen wurden und ich habe nicht selten gestaunt was eigentlich Möglich ist - und auf was für Ideen man so kommen kann.

Ob es nur ein simpel wirkendes Level war, in dem man einen Klotz mit zwei Sensoren daran von A nach B geschoben hat - und durch die Sensoren dann eine Melodie auslöst (ich bin über To Zanarkand aus Final Fantasy X gestolpert). Aber auch umfangreiche Level in denen mit den unterschiedlichen Materialien eindrucksvolle Effekte, Jump & Run Elemente oder schlicht amüsant anzusehende Szenen gezaubert wurden.

Mehr auf Seite 2!

Mächtiges Werkzeug
Was hab’ ich mich gefreut, als ich am Ende des nachgebauten Mario-Levels den vom Kreator zusammengeklebten Goomba, welcher euren Sackboy sogar verfolgt und verpufft wenn man ihm auf den Kopf springt, gewonnen habe  Jedes Objekt das man erschafft, kann man als Preis in seine Level stecken.

Ich könnte bestimmt einen halben Roman über das erschaffen von Welten in Little Big Planet schreiben; Zum Glück wird einem jedes Objekt das etwas komplitzierter ist - wie Schalter, Hebel, Motoren oder ähnliche Mechanismen- entweder per Kurztutorial mit Videoanleitung oder einfach nur mit einem Video erklärt. Da kann man eigentlich nichts falsch verstehen - man braucht nur noch Ideen was man damit anstellen will.

Ob nun der versteckte Schlüssel für das nächste Level gefunden werden soll, man mit einem Raketenfahrzeug durchs Level rauscht, einen Drachen mit einer Kanone abschießt oder unter japanischem Gelächter die verrücktesten Aufgaben lösen soll (erinnerte etwas an Takeshis Castle das Level)… es ist einfach nur ein genialer Baukasten, welcher durch die Community lebendig wird.

Wenn ich dieses Werkzeug nochmal in die Hände bekomme, baue ich mein GamerGirls Level weiter  Und dann noch eins und noch eins und… Waaah!

Entweder man liebt das bauen, das erforschen der gebauten Level oder beides. Eigentlich kann man gar nicht an Little Big Planet vorbei…
Sackboy has you!

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Ich habe ein paar Screenshots davon gesehen und finde die Ur-Version wesentlich schicker <.< 1993 lag das komplette PC-Spiel dem Nachfolger Day of the Tentacle bei, welches man auch heute noch problemlos käuflich erwerben kann. 2004 wurde von Fans ein Remake mit 256-Farben-Grafik unter dem Titel Maniac Mansion Deluxe für Windows veröffentlicht. Diese Version ist kostenlos als Download verfügbar und wird von verschiedenen Webseiten - unter Anderem auf CHIP Online - angeboten. Zudem gibt es eine Fan-Webseite, die sich mit der Fortführung von Maniac Mansion beschäftigt. Maniac Mansion Mania ist eine Sammlung von über 70 Episoden, welche jeweils ein eigenes Spiel darstellen. Auch ist es möglich sich selbst an der Entwicklung dieser zu beteiligen - die Tools und Entwicklerkits stehen dort zum Download zur Verfügung. 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31. Oktober 2008 · Dai-Lee

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17. Juli 2008 · Dai-Lee

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Spiele für mich: Animal Genius

Wenn es aus dem Kinderzimmer trompetet, brüllt oder zwitschert und das ganze von einer freundlichen Männer- und Frauenstimme begleitet wird, kann es sich eigentlich nur um Animal Genius handeln. Der neue Titel aus Ubisofts Spiele für mich-Reihe spricht zwar eher die jüngeren GamerGirls (und -Boys) an, die haben dafür umso mehr Freude daran. Sogar meine 1-jährige Tochter die noch gar nicht lesen kann, riss mir den Nintendo DS regelmäßig aus der Hand um sich die Tiere anzusehen <.< Das machte das Spielen für mich nicht wirklich einfacher, aber solange sie ihren Spaß daran hatte, hat das Spiel seinen Sinn kaum verfehlt. Beim Freirubbeln der Tierbilder hat sie sogar schon wie wild mit dem Finger auf dem Touchscreen rumgewischt - und beim anschließenden Raten was für ein Tier sich dahinter verbirgt das ein oder andere Mal richtig ‚geraten'. ^^ Auf der Verpackung steht der nette Hinweis Lesekenntnisse empfohlen, aber dank der Sprachausgabe des Spiels die einem alles vorliest und farbig markiert was gerade erzählt wird ist diese nicht zwingend erforderlich. Natürlich hat ein Kind das in die Schule geht schon ein größeres Verständnis für die Tierwelt, aber selbst bei vorhandenen Wissenslücken bleibt das Erfolgserlebnis nicht aus. Spielweise Das wird mit den vier unterschiedlichen Spielmodi gewährleistet, mit denen man Punkte sammelt um die Tiere freizuschalten. Dafür sucht man sich zuerst eines der fünf Territorien aus in der man ein Tier freispielen will (man kann jederzeit zwischen den Territorien wechseln). Im Wald startet man zum Beispiel mit dem Waschbär, den man mit 30 Punkten erreichen kann. Hat man diese Punkte durch die Spiele erreicht, gibt es nochmal spezifische Fragen zu dem entsprechenden Tier. Sind 10 davon innerhalb des Zeitlimits beantwortet darf man sich das Tier in seinem Territorium ansehen. Die vier Spielmodi sind aufgeteilt in das Freirubbeln eines Tierbildes mit anschließendem erraten des teilweise aufgedeckten Tieres, das Sortieren der Tiere nach ihrem Fell oder der Haut mittels ‚werfen' mit dem Touchpen in den oberen Bildschirm, dem Fangen oder Verstecken in einem kleinen Geschicklichkeitsspiel das immer schwerer wird und dem Antippen der richtigen Tiere welche die oben genannte Vorraussetzung erfüllen (Zum Beispiel: Alle Tiere die Fell haben). Alle Spiele haben ein Zeitlimit und umso mehr man schon erreicht hat, umso schwerer wird es. Da bin sogar ich ins Schwitzen gekommen. Es gibt ab und an auch kleine Ereignisse, das Spielquiz beschränkt sich also nicht nur auf diese Minispielchen um die Tiere freizuschalten. Zum Beispiel gibt es den Tier Alarm, wo sich ein Tier in ein falsches Territorium verirrt hat und man es dort wiederfinden muss. Das lockert das Ganze dann noch etwas auf. Fazit Für die Kleineren so zwischen 6 und 14 Jahren ist dieses Spiel sicher der Gaudi schlechthin. Die Bedienung mit dem Touchpen ist gut gelungen, besonders gefallen hat mir aber die Sprachausgabe, so werden die Kinder mit allen Sinnen gefordert (Es gibt beim ‚Tierwerfen' zum Schluß immer ein Tiergeräusch zu erraten) und lernen mehr über die Tierwelt kennen. Ein gelungenes Tier-Quiz das ich nur empfehlen kann!

20. Juli 2008 · Dai-Lee

Von derselben Autorin, kurz danach

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Schnapp sie dir alle!

Das Wii-Spiel Eledees (in Amerika: „Elebits“) gehört zu der Sorte Software, die zügig und ohne Probleme zwischendurch konsumiert werden kann. Quasi der schnelle Kick, der keiner intensiven Einarbeitung bedarf, im Gegenzug aber auch eher geringen Tiefgang bietet. Doch ist das zwangsläufig schlecht? Ich habe dem Titel auf den Zahn gefühlt… Inhalt Eledees war für mich ein typischer Schnäppchenkauf: viel Gutes drüber gehört, zum Vollpreis wollte ich dann aber doch nicht zuschlagen. Nach einiger Zeit fand ich das Spiel im örtlichen Gamestop für 15 Euro auf dem Wühltisch. Doch was verbirgt sich nun eigentlich hinter dem quietschbunten Cover? Vom Design her erinnern die lustigen, kleinen Kerlchen an Nintendo's hauseigene „Pikmin“, die auf dem Gamecube zwei Auftritte in Softwareform hatten. Das Spielprinzip der beiden Titel lässt sich aber nicht annähernd miteinander vergleichen. 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Nun ist seine Chance gekommen, ein für allemal Schluss zu machen mit den lästigen Hausbesetzern: Strahlenpistole gezückt und auf zum Eledees-Fang, da seine Eltern gerade außer Haus sind. Nun ist es die Aufgabe des Spielers alle Eledees im Haus und später auch in der Nachbarschaft einzufangen. Die Störenfriede können sich überall verstecken: in Schubladen, im Ofen, im Fön oder in einer Pizzaschachtel. Meist verraten sich sie sich durch ein Wackeln des Objektes, in dem sie sich befinden. Solltet ihr keine verdächtige Bewegung entdecken, bleibt nur eins: alle Gegenstände in Reichweite durchschütteln, umdrehen oder durch den Raum schleudern. Dabei solltet ihr aber je nach Aufgabenstellung des Levels mal mehr, mal weniger vorsichtig sein. In manchen Stages dürft ihr einen bestimmten Lärmpegel nicht überschreiten; in einem anderen geht es darum, möglichst wenig zerbrechliche Gegenstände zu zerdeppern. Das ist auch gut so, denn so kommt etwas Abwechslung auf den Spieler zu. Im Großen und Ganzen geht es aber um ein- und dasselbe: innerhalb eines bestimmten Zeitraums eine bestimmte Anzahl an Eledees zu fangen. Sobald ihr die Aufgabe bewältigt habt, wird euch eine Note nach dem amerikanischen Schulsystem zugeteilt (A, B, C usw.). So haben ehrgeizige Spieler auch nach Abschluss des eigentlichen Geschehens einen Anreiz, alle Level erneut durchzugehen, um sich zu verbessern. Es gibt übrigens verschiedenfarbige Eledees: während euch blaue und orange farbene Gesellen Punkte gut schreiben, schalten rosafarbene Wichte neue Spielmodie frei. Gelbe liefern wiederum ein Upgrade für euren Fangstrahler; sammelt ihr genug der sonnenfarbenen Eledees ein, seid ihr schon bald in der Lage, schwerere Gegenstände zu bewegen und umherzuschleudern. 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Steuerung Konami hat im Vorfeld damit geworben, dass Eledees komplett auf die Wiimote zugeschnitten sei. In der Aussage steckt etwas Wahres, aber prinzipiell wurde hier etwas geschönt. Es wäre noch mehr machbar gewesen mit Nintendos Steuereinheit, zum Beispiel hätten Schlagbewegungen oder ein Schütteln der Wiimote implementiert werden können; aber so wie es die Bedienung jetzt ist, ist sie schon sinnvoll und erfüllt ihren Zweck. Eledees werden mit Hilfe des Wiimote Pointers anvisiert und mit Hilfe der A- oder B-Taste eingefangen. Wenn ihr den jeweiligen Button gedrückt haltet, seid ihr in der Lage, Drehbewegungen auszuführen, um z. B. Türen zu öffnen, oder Gegenstände in die Luft zu heben und auf den Kopf zu stellen. Die Steuerung geht insgesamt flott von der Hand und ist schon nach kurzer Einarbeitung verinnerlicht. Prima, so sollte es sein! Generell bleibt die Wii deutlich unter ihren technischen Möglichkeiten. Sicherlich darf man nicht von jedem Wii-Spiel erwarten, dass es einem grafischen Referenztitel wie Mario Galaxy ernsthaft Konkurrenz macht, aber ein wenig mehr wäre da bestimmt drin gewesen. Die Texturen wirken etwas unscharf und verwaschen, was bisweilen etwas störend in's Auge fällt, genau wie die Detailarmut. Für kleine Zocker dürfte das aber nicht weiter störend sein, denn hier geht's schließlich um Spaß und nicht um die neueste Techdemo. Storysequenzen werden in Illustrationen dargestellt, die farblich zuckersüß ausgefallen sind. Sound Die Musik ist unaufdringlich und wird schon bald zur Nebensächlichkeit, was aber nicht weiter schlimm ist, da die einzelnen Songs eher nach Fahrstuhlmusik klingen. Hier herrscht das gleiche Prinzip wie bei der Grafik: Mittel zum Zweck. Ansonsten quietschen die Eledees munter vor sich hin und geben alle möglichen hohen Töne von sich. Das hört sich relativ süß an und bringt einen immer mal wieder zum schmunzeln. Die englischen Stimmen in Zwischensequenzen sind hingegen nicht mein Fall: die Kinderstimme von Kai ist so hoch, dass mein Trommelfell allergische Reaktionen zeigt. Spieler mit Kitsch-Phobie sollten einen Sicherheitsabstand einhalten. Da diese Storysequenzen aber eher rar gestreut sind, stellen sie kein sonderliches Hindernis dar und sind kein Grund, dass Spiel von Anfang an zu meiden. Fazit Eledees ist süß. So süß, dass es für manche schon direkt klebrig sein könnte. Mich stört es nicht: Eledees ist ein Zock-Snack für zwischendurch. Du hast keine Lust auf tiefgehende Spiele, die stundenlanger Eingewöhnung bedürfen? Du hast Bock auf ein Game, was man immer mal für ein paar Minuten zwischendurch rausholt, um sich zu amüsieren? Du hast kein Problem mit Bonbongrafik und Qietschesounds? Dann ist Eledees dein Spiel. Da der Titel schon etwas älter ist, bekommt man ihn mittlerweile auf dem Grabbeltisch für wenige Euros. Für mich ist es kein Spiel, das ich zum Vollpreis gekauft hätte, aber für den günstigen Zock zwischendurch genau das Richtige. Da absolut keine Gewalt in dem Titel vorkommt, ist es auch für ganz junge Spieler zu empfehlen. Ihr könnt eurer Kind ruhig mal unbeaufsichtigt eine Runde Eledees zocken lassen, ohne die Befürchtung zu hegen, es könne zum gemeingefährlichen, blutr&uum l;nstigen Zombie mutieren ;).

22. Juli 2008 · Dai-Lee

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Da der Unterricht aber nicht besonders spannend zu scheinen scheint, duellieren sich die Schüler unter Aufsicht des Gespenst' Kalamazoos in verschiedenen Turnieren. Um die Veranstaltung rangt sich das Gerücht, der Gewinner würde die „große Wunschrune“ gewinnen und somit das mächtigste Artefakt der Welt in seinen Besitz bringen. Sobald ihr das Spiel startet erwartet euch als erstes eine hübsche Videosequenz. Anschließend gebt ihr euren Profilnamen ein und gelangt in das Hauptmenü. Dort habt ihr die Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten. Unter dem Stichpunkt „Optionen“ könnt ihr euch die Mitwirkenden ansehen, die Spielsprache einstellen oder eines eurer Profile löschen. Der Punkt Multiplayer lädt euch dazu ein, virtuell gegen andere „Magier“ aus eurem Freundeskreis anzutreten oder mit ihnen Runen zu tauschen, sowie euer Spiel mit ihnen zu teilen, falls der Spielpartner in spe kein eigenes Doodle Hex Modul besitzt, ihr aber trotzdem gegen ihn spielen wollt. Der Einzelspielerabschnitt des Moduls liefert euch den Turniermodus, quasi der Storymodus und somit Kern des Spiels, sowie die Möglichkeiten ein schnelles, unverbindliches Duell gegen den Computer zu bestreiteten und an einzelnen Wettkämpfen teilzunehmen, um neue Runen freizuspielen. Entscheidet ihr euch für den Turniermodus, geht es richtig rund: als erstes steht die Charakterwahl an. Die Auswahl fällt schwer. Es gibt viele verschiedene Protagonisten mit den unterschiedlichsten Stärken und Schwächen. Während Zauberer Kaleb ein Allrounder ist, der alles gut, aber nichts richtig dolle kann (war meine erste Wahl am Anfang ), ist z.B. Hexe Fey ein Abwehr-Bollwerk, dessen Verteidigung nur schwer zu knacken ist. Djin protzt hingegen mit starken Angriffen und Strat lässt ein schnelles Kombo-Feuerwerk auf ihre Gegner los und glänzt mit hoher Geschwindigkeit. Nach der Charakterwahl folgt eine kleine Storysequenz, die euch eure Spielfigur näher bringen soll und deren Hintergrundgeschichte beleuchtet. Dann geht's auch schon los: Auf dem oberen Bildschirm werden ab jetzt eure eingegebenen Runen visuell schmuck umgesetzt, während ihr auf dem unteren Screen eben diese mit Hilfe des Touchpens einzeichnet. Dabei ist die richtige Kombinationsgabe gefragt: setze ich zuerst die blaue Rune, die die Verteidigung des Gegners schwächt und male danach drei Angriffsrunen, so dass meine Attacke mehr Schaden verursacht und der Opponent nur hilflos zuguckt, oder zeichne ich zuerst die gelbe Formel, um meine späteren Angriffe nur halb soviel Mana kosten zu lassen? Es ist also viel Fingerspitzengefühl gefragt, um zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Kombos einzusetzen. Dabei solltet ihr immer schön auf eure blaue Mana-Leiste am linken Bildschirmrand achten, da ihr nicht ungestraft unzählige Runen hintereinander zeichnen könnt. Ihr müsst genau abwägen, für welche Rune ihr die Magie ausgebt. Einem Gegner, der andauernd eure Formeln blockt, ohne Unterlass Angriffe entgegenzuschleudern, ohne Verteidigung durchbrechende Rune zu attackieren, wäre z.B. pure Energieverschwendung. Schaut euch also am besten an, wie euer Gegner vorgeht und tüftelt das entsprechende Gegensystem aus. Mit zunehmender Spieldauer und dem entsprechendem Erfolg schaltet ihr neue Runen und Duellpartner frei. Zu beachten ist übrigens auch, dass ihr nicht unendlich viele Runen in euer Zauberbuch packen könnt: überlegt euch also genau, welche Runen für den nächsten Rangkampf sinnvoll sind und wie ihr diese untereinander sinnvoll in Einklang bringen könnt. Vergesst außerdem nicht zu blocken: indem ihr den Stylus über dem Gesicht eures Schützlings positioniert, wehrt ihr gegnerische Angriffe ab (manche Attacken können aber nicht geblockt werden, wie z.B. Flüche, die verhindern, dass sich euer Manavorrat wieder von selbst auflädt). Die Steuerung geht flott von der Hand, da ihr alle Eingaben mit dem Stylus tätigt. Die Knöpfe an eurem DS geraten also ganz schnell in Vergessenheit. Die von euch gezeichneten Runen werden fast immer korrekt erkannt, auch wenn ihr etwas hastig und ungenau vorgeht. Das ist ein dickes Plus, denn gerade in höheren Schwierigkeitsgraden seid ihr oft so schnell zugange, dass die Eingaben schon mal etwas ungenau geraten. Es gibt hier also nichts zu meckern: dickes Plus, von dem sich manche Spiele eine Scheibe abschneiden können. Grafik Die Grafik ist bunt, ansehnlich und lebt von dem schrillen Charakterdesign. Mir gefällt die Manga-Optik gut, andere mag es vielleicht abschrecken. Die Videosequenzen sind dank der Firma Actimagine mal wieder super geworden. Spitzenauflösung, alles schnell und flüssig und keine störenden Fehler. Hat mir schon bei Lunar Knights überaus gut gefallen. Die Effekte beim Einzeichnen der Runen sind zwar etwas mager, machen aber durchaus Sinn, da andauernde Effektfeuerwerke schnell vom eigentlichen Geschehen ablenken würden. Daher bin ich auch froh, dass die Animationen der kämpfenden Magier auf den oberen Screen verlagert wurden. So ist es eine schöne grafische Draufgabe, die aber nicht vom eigentlichen Geschehen ablenkt. Sound Das Spiel enthält im kleinen Rahmen Sprachausgabe, die etwa bei der Auswahl der Spielfigur oder vor dem Start eines Gefechts zum tragen kommt. Die Musik während des Kampfes soll ein leicht gruseliges Gefühl vermitteln und geht gut ins Ohr. Ich persönlich empfinde sie nicht als aufdringlich oder störend. Sie passt zum Geschehen und hat ein paar wirklich angenehme Songs! Ansonsten gibt's beim Treffen des Gegners kleinere Effekte, die nicht vom Geschehen ablenken. Fazit Eine angenehme Überraschung! Das Cover lässt zuerst auf ein eher an junge Spieler gerichtetes Spiel schließen, aber auch ältere DS Nutzer werden sich durchaus mit dem Spielprinzip anfreunden können. Denn hier ist nicht nur schnelles Reagieren gefragt, sondern auch geschicktes Kombinieren und Erfassen der jeweiligen Duellsituation. Die Möglichkeit, neue Runen undCharaktere freizuspielen wird bei manchen wieder mal das Sammelfieber ausbrechen lassen, zumal man die erworbenen Runen auch mit Freunden tauschen kann. Die Möglichkeit, ein schnelles Duell zwischendurch starten zu können, ist ebenfalls schön. So kann die Wartezeit auf den Bus oder eine lange Zugfahrt angenehm überbrückt werden. Grafik, Sound und Steuerung ergeben eine gelungene Mischung und die Vielfalt der Charaktere ermutigt einen, den Turniermodus mehr als einmal anzugehen. Je nach Schwierigkeitsgrad wird man auch wirklich gefordert. Wer auf der Suche nach einem Aktionhappen für zwischendurch ist oder gerne sammelt und sich zudem mit der Thematik und Optik anfreunden kann, bekommt für 40 Euro doch einiges geboten.

24. Juli 2008 · Dai-Lee

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