mehr als nur verspielt.

Resident Evil 5 - Eine Safari

Archiv-Artikel vom 6. April 2009. Spiegelt den Stand von damals wider, nicht die heutige Meinung.

Resident Evil 5 - Eine Safari

geschrieben von Nina
4 Min. Lesezeit

Okay, eins vorneweg: Wir haben das Spiel mittlerweile zu Ende gespielt - wie viele Andere von Euch sicher auch. Mit ca. 12 Stunden nach dem ersten Durchspielen ist es nicht unbedingt viel kürzer als Resident Evil 4, aber auch nicht unbedingt länger. Doch das Zeitgefühl ist eh ein Subjektives und je nach spielerischen Fähigkeiten unterschiedlich

Also ich gebe zu: Ich brauche schon was länger als Andere, keine Frage.
Auch anderweitig fühle ich mich oft an Resident Evil 4 erinnert. Oft kam es mir vor, dass ich eine Location betrat und dachte: Huch, das kommt Dir jetzt irgendwie bekannt vor. War zwar an einer anderen Stelle im Spielablauf und auch die Landschaft war entsprechend eine andere, ABER….. Wobei das nu nicht schlecht ist, mir fällt es eben auf, weil ich den vierten Teil fast auswendig aufsagen kann. Und zurück zum Spiel. Die Steuerung hat sich auch leicht verändert, für ein altes Gewohnheitstier wie mich, eine halbe Katastrophe. Aber man kann sie Gott-sei-dank einigermaßen den eigenen Vorstellungen anpassen. Nur dass ich jetzt mit dem X-Knopf rennen, mit R1 schieße und mit Quadrat andere Aktionen auszuführen muss, dafür brauchte ich schon eine geraume Weile zur Umgewöhnung. Doch mit der Zeit klappt auch das immer besser.

Munitionsmangel ist auch an der Tagesordnung. So wie in den meisten neuen Games. Das auch nur eines der ganz, ganz wenigen Dinge, die mich im Spiel aufgeregt haben, denn ansonsten läufts doch ganz gut für uns, oder? Meine liebe KI-Partnerin stellt sich recht ordentlich an, die Gegner sind nicht unbedingt doof, aber bezwingbar. Auch wenn ich bei den dickeren Exemplaren doch schon des Öfteren mal selbst auch über die Wupper springe.

Aber ich finde es hier mal nicht so unfair, wie in Silent Hill Homecoming. Aber der Abgesang auf diese grandiose Spiel-Reihe hatte ich ja schon an einer anderen Stelle aufgegriffen (und das von einem Fan der ersten Stunde!). Es geht hier schließlich um Chris, Sheva, der durchgeknallten Excella, des mehr als größenwahnsinnigen Wesker und …. Nee das verrate ich hier dann doch nicht, schließlich will ich mich nicht als Spielverderber beschimpfen lassen
Nur so viel: Es ist ein altbekanntes Gesicht.

Jetzt aber nochmal zurück zum Gameplay. Wie oben erwähnt, muss ich alte, verwöhnte Schnute die neuen Knöppchen erst mal erlernen, was mit meinen 26 Jahren auf dem Buckel gar nicht mehr so einfach ist. Unter den Gamern zählt Meinereiner auch schon zu den “Jungsenioren”. Und da ich durch Dead Space auch ganz gespoiled bin, vermisse ich die formidable Erfindung von “walk & shoot”. Hier heißt es immer wieder wegrennen, hinstellen, in Position bringen, zielen, schießen. Dass mich währendessen schon wieder eine Horde Gegner umsäumt macht es nicht gerade einfacher. Da bricht dann häufig auch mal Hektik aus und ich weiß nicht mehr auf wen ich eigentlich zuerst schießen sollte. Mal ganz zu schweigen davon, dass bei dem ganzen Hin- und Her dann auch die Orientierung flöten geht: “Wie? Hä? Wo muss ich nochmal hin? Was? Warum bin denn jetzt hier gelandet?” Und so weiter….

Dennoch auch daran gewöhnt man sich, vor allem wenn einem der “kleine Helfer” von hinten die Karte liest und zackig die Kommandos: “rechts - links- nein nochmal zurück, Du Depp bist dran vorbei gelaufen - jetzt dreh Dich doch nochmal nach Osten, ähh ich meine die Karte. So. Jetzt weiß ich, wo Du hin musst…” ins Ohr brüllt.

Das bringt auch Schweißperlen auf die Stirn  So wie der Soundtrack, der sich vom gruselig-atmosphärischen Orchester der ersten drei Spiele  zum actiongeladenen Blockbuster Gedröhn von Spiel 4 und 5 mutierte. Ich weiß noch, wie mir früher die Schauer über den Rücken jagten, wegen dieser unglaublich subtil-hitchcockesken Horror-Musik in den Teilen 1 bis 3. Nun hat sich das gewandelt, die Musik ist teilweise so rasant, dass es mich beinahe aus dem Sessel hebt. Das ist nicht gerade praktisch, wenn man sich dem Ober-Endboss gegenüber sieht und vor lauter Stress saublöde Fehler macht und hirnlose Tode stirbt. Daher ist es ganz gut, dass man die Hintergrundmusik auf ein Minimum runterschrauben kann. So bleibt mir wenigstens der Herzkasper erspart.

Doch im Großen und Ganzen ist Resident Evil ein geiles Spiel! Schon allein, dass Du Dir Unterstützung aus dem Netz oder direkt neben Dir auf dem Sofa holen kannst, ist eine Wahnsinns-Option, wobei ich jetzt schon wieder daran denke, mir ein Headset zu besorgen, um auch mit dem Koop-Partner aus Hintertupfing die Taktik besser abstimmen zu können.

Das macht vor allem beim “Söldner” Spiel sau viel Spaß und bringt Dir ne Menge, weil Du manchmal vor lauter Majini den Uruboros nicht mehr siehst. So wird es dann auch leichter,die diversen Extras abzuräumen. Gerade wenn sich Jemand einklinkt, der das Spiel schon mal durch hat und unter Anderem weiß, wo sich die BSAA Embleme verstecken, die man selbst ums Verrecken nicht gefunden hat.

Auch die Grafik ist der Oberhammer. Seit ich mit Chris das erste Mal durch das Spencer-Herrenhaus gekrabbelt bin, hat der Mann von den Chara-Design-Spezies ein paar mehr definierte Muckies an Armen und Nacken verpasst bekommen. Er wirkt insgesamt etwas “pompöser” und “aufgepumpter” als früher. Ebenso der zerzauste Look und der Drei-Tage-Stoppelbart stehen ihm ganz gut, obwohl mir der glatt rasierte Typ dann persönlich doch besser gefällt. Aber das sind lediglich Haarspaltereien.
Alles in Allem ein defintiv sehr geiles Game, zum Immer-Wieder-Zocken. Wir gehen momentan gerade Runde drei an

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Reviews

Silent Hill Homecoming

Ich bin frustriert. Richtig, richtig frustriert. Und traurig und wütend. Ich wurde verlassen. Es wurde eine Beziehung beendet, die mehr als zehn Jahre angedauert hatte. Silent Hill war für mich bisher im Survival Horror Genre meine Lieblingsreihe, ich finde sie auch immer noch ein Zacken geiler als Resident Evil. Es hatte diesen subtilen, kaum merklichen, aber unaufhaltsamen Schrecken. Keine plakativ gesetzten Schockmomente, bzw. waren diese in der Minderheit, aber dafür gut platziert. Es hat auch immer mehr auf die psychologische Schiene gesetzt. Der Horror ist in Silent Hill immer unterhalb der Oberfläche geblieben, aber mich als Spieler wie Treibsand stetig weiter hinab gezogen, bis ich komplett im Abgrund verschwunden bin. Irgendwo hat mal ein kluger Kopf geschrieben, Silent Hill sei weniger Horror als Terror. Dieser Mensch hat da meiner Ansicht nach genau ins Schwarze getroffen. Die Geschichten um das kleine Städtchen wanden sich meist zwischen Studie der seelischen Abgründe eines Menschen und tieftraurigen Familien- und auch Liebesgeschichten. Zumindest haben mich die Stories in meinem Herzen berührt und gleichfalls entsetzt. Ich erinnere mich zum Beispiel an James, dessen Frau starb und der in Silent Hill eine Frau kennenlernte, die seiner bis aufs Haar glich. In die er sich wohl verliebte und doch irgendwann erkennen musste, dass sie nichts weiter war als eine Projektion seines schuldigen Gewissens, denn er war der Mörder seiner „echten“ Frau. Silent Hill ist mir von Anfang ans Herz gewachsen. Schon als ich mit Harry Mason auf die verzweifelte Suche nach seiner Tochter in den verpixelten Gassen ging und dies setzte sich bis hin zum vielfach verprellten vierten Teil fort. Auch Teil 4 der Serie fand ich noch gelungen, obwohl viele Andere am Spielprinzip (Geh durchs Loch im Zimmer, komm woanders raus!) und dem Gameplay ….. mäkelten. Bei Origins fingen die Probleme für mich an. Die nicht verfügbare Einstellbarkeit des Schwierigkeitsgrades hat mir zunächst zu schaffen gemacht. Story und Setting waren hier noch super, doch mir mochte das Besiegen der Gegner schwer von der Hand gehen. Allerdings konnte ich mir mithilfe des Netzes ein paar gute Tipps holen und wusste später im Spiel dann auch, dass man mit den Fernsehern, Schreibmaschinen und diversen Flaschen den Lying Figures und Krankenschwetsern bestens beikommen kann, sofern man sich klug und geschickt an sie heranschleicht. Also lösten sich meine anfänglichen „Schmerzen“ in Wohlgefallen auf und ich konnte es durchspielen. Doch dann…. Dann kam Homecoming. Wie hatte ich es gespannt erwartet. Jeden Schnispel, jeden kleinen Trailer, jedes Bildchen, jeden Vorbericht habe ich in mich aufgesogen und platzte fast vor Freude als ich es endlich selbst in Händen hielt und nur noch eins wollte: DURCHZOCKEN! Aber welch Schmach erfuhr ich. Zunächst war meine Hoffnung auf einen „Easy Mode“ zunichte gemacht worden, allerdings war es möglich wenigstens zwischen „normal“ und „hard“ zu wählen. Wird ja nicht soooo schlimm werden dachte ich noch naiv. und im ersten Spielabschnitt im Alchemilla Krankenhaus lief es auch noch recht rund. Die Steurung wurde mit zunehmenden Spielverlauf mehr und mehr zum Ärgernis! Mein lieber Protagonist hat sich nicht so „kampferprobt“ gezeigt, wie er ausgelobt wurde. Nein, schlimmer noch, ich empfand ihn als träge, lahme Ente, die erst aufs Ausweichen-Kommando reagiert, wenn es schon zu spät ist und er am Boden liegt. Behäbig trollte er sich weg vom Gegner, doch bevor ich dann auch nur einen ansatzweise gescheiten Angriff platzieren konnte, ging ich schon wieder in die Knie. Ich habe das Gefühl, dass je mehr die Figur an Trägheit zunahm, die Gegner das Doppelte an Geschwindigkeit erlangten und mir schon nach zwei Schlägen fast dreiviertel der Lebensenergie raubten. Wie konnte das passieren? Mir? Einem Fan der ersten Stunde? Noch dazu geizte der Entwickler derart mit den Heilitems und Munition, dass ich mehr als einmal in Ecke hätte kotzen können. Als ich mich dann dem „Marionetten“-Endgegner gegenüber sah, war es endgültig vorbei. Alle meine Reserven verbraucht, den Tod ca. 10 mal in Kauf genommen. Ich wollte, ich konnte nicht mehr. Ich schrie und tobte. Ich pfefferte letztendlich das Spiel und fast auch den Controller mit einem Ausbruch meiner Gefühle: „UNSPIELBAR!!!!!!“ in Ecke. Jetzt siecht es als Makel meiner Selbst im Schrank vor sich hin. Ich will es nicht mehr anfassen. Aber ganz von ihm konnte denn auch nicht lassen. ich wollte wissen - wie geht es weiter? Was passiert nach diesem für mich unbezwingbaren Boss? Ich suchte in Youtube und Co. nach einem „Videowalkthrough“, na ja weniger einem Walkthrough als einem dokumentierten Durchspielen. Ich wurde auch fündig und wollte wenigstens aus der Perspektive des nutzlosen Zuschauers die Story genießen. Wollte wissen, findet Alex seinen Bruder Josh? Kann er ihn retten und seine ganze Stadt? Oder wird sich ein schreckliches Geheimnis lüften, dass mich schockiert und den Tränen nahe bringen kann? Vielversprechend war sie ja, die Story. Alex kommt von einem Einsatz als US-Soldat zurück in sein Dorf Shephards Glenn und wird geplagt vom Alptraum, sein Bruder sei entführt und in Gefahr. Er findet seine Mutter halb verwahrlost und geistig völlig apathisch in seinem Elternhaus und muss erfahren, dass ihn seine Träume nicht getrogen haben. Josh ist verschwunden und sein Vater auch! Alex’ Ma nimmt ihm das Versprechen ab, beide – Vater und Bruder – wieder zurückzubringen. Und er erfährt mit jedem Schritt auf seinem Weg, dass er in den gefürchteten Ort Silent Hill Antworten und die Vermissten finden möge. So viel zur knappen Zusammenfassung der Hintergrundgeschichte. Und ich stellte mich auf alles Möglich ein. Wieder auf den subtilen, unterschwelligen Psychothriller, der mich in die Tiefen der zerbrechlichen Stille in Silent Hill führt, wie so oft schon davor. Doch eines hatte ich nicht erwartet. Ich hatte nicht erwartet, dass der amerikanische Entwickler meinte gegen Ende des Spiels auf einmal meinte auf billige Schock- und Splatterelemente im Stil eines „Hostel“ zurückgreifen würde und die gesamte bis dato aufgebaute Spannung mit einem Mal zu vernichten. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich spreche hier einzig und allein über meine subjektive Empfindung. Mag sein, dass Ihr meine Ansicht nicht teilt. Dass Ihr gut fandet, was das Spiel geboten hat. Ich war einfach nur enttäuscht. Einzig Akira “the god of music” Yamaoka machte mit seinem wieder mal beeindruckenden Soundtrack alles richtig. Und so habe ich meine Internetverbindung gekappt, die Videos waren geschaut, und ich habe mir meine gesammelten Silent Hill Soundtracks angehört. Dabei waren mir die Tränen dann wirklich in die Augen gestiegen, denn ich musste feststellen, dass meine Lieblingsspielreihe auf dem Survival Horror Sektor mit mir Schluss gemacht hatte. Und das auf die brutalstmögliche Art, wie es ein Spiel kann. Indem es mich wie einen Blödmann hingestellt hat, der die super-super innovative Steurung nicht kapiert und damit nicht umzugehen weiß. Der nicht schätzen kann, dass damit der „Level“ des Spielens neu definiert wurde und der nicht mit in Lobgesänge der Kritiker miteinstimmen will. Ich frage mich auch heute noch: Welches Silent Hill Homecoming haben die Gametester der Spielezeitschriften eigentlich gespielt? Es kann nicht dasselbe sein, das ich in der Hand hatte. Denn dieses Spiel hat Silent Hill für mich gämnzlich verdorben. Wir sind ab jetzt geschiedene Leute. Doch gebe ich nicht die Hoffnung auf. Ich hoffe darauf, dass beim nächsten Teil, so denn noch einer kommt, meine alte Begeisterung zurückkehrt, dass wir uns aussöhnen können und dieses Debakel mit einem Lächeln vergessen werden. Und dass wird wieder zur Blüte unserer Beziehung zurückkehren können, vergeben und vergessen. Friede sei mit Dir, du kleine, schrecklich-schöne Stadt, die mich oft begeisterte, noch öfter mit Schauern an sich fesselte und mir die größtmögliche Interpretationsfreiheit über die psychische Verfassung der Charaktere, das Erscheinungsbild der Monster und dem Hintergrund bat.

2. April 2009 · Nina

Von derselben Autorin, kurz danach

Reviews

Perona 4 - Zum fröhnlichen Selbstfindungstrip

Mal ganz vorne weg: Ich bin erst bei knapp der Hälfte des Spiels angekommen. Im Spiel ist es Juli. Wer Persona kennt, weiß, das ist noch nicht weit. Denn die Grundspieldauer lautet: Ein japanisches Schuljahr. Von April bis April. Innerhalb dieses Zeitraums findet das Spiel statt und zwar nicht zu knapp. Du bist der Held mit einem selbstgewählten Namen und hast nicht nur deinem Schulalltag, auch Freundschaften, Liebschaften, einen Nebenjob zu managen, sondern nebenbei ist die Rettung der Welt auch noch deine Aufgabe. Hä? Japp, genau. Klingt stressig - ist es auch. Ich bin wie gesagt noch nicht so weit und kann meine Mädels und Jungs, also meine Freunde, schon nicht mehr gescheit koordinieren. Da helfen auch Excel-Listen, wer wann Bock hat, mit dir was zu unternehmen, kaum noch weiter, denn ich muss ja auch noch schnellstmöglich zusehen, dass meine Intelligenz jetzt ganz flott den nächsten Level erreicht, weil ich sonst beim nächsten Prüfungsmarathon verkacke. Aaaaaaargggggghhhhhhh!!!!!!!!! So ungefähr hört sich dann ein typischer Zock-Abend mit Persona 4 an. Im Prinzip nach Persona 3 (fast) gleich geblieben. Obwohl ich jetzt eine zusätzliche Charaktereigenschaft zusätzlich pushen und mein Geld nun auch noch nach der Schule - meistens abends - verdienen muss. Denn man findet in den Dungeons nicht mehr so die dicke Kohle wie in Teil 3 und die Preise beim örtlichen Waffendealer sind, gelinde gesagt, Wucher! So genug gemeckert. Denn Persona 4 hat absolut auch tolle Seiten an sich: Man kann nämlich nun auch Aktivitäten machen, bei denen zwei oder mehrere Charakter-Parameter gestärkt werden. Und die Social-Links gehen auch bei fast jedem Event hoch. Ganz wichtig ist es, dass man sich gut um seine „Gefährten“ kümmert, denn deren Social Links muss man aufs Maximum heben, um in den Genuss der starken Personas zu kommen. Überhaupt die Personas: Während in Persona 3 unsere Party-Mitglieder ihre Personas quasi schon immer hatten, müssen sie sich diese nun redlich verdienen. Bevor ich aber hierzu weiterschreibe erstmal eine MEGA SPOILER WARNUNG!!!!!!!! Denn ALLES, ausnahmslos ALLES, was ich ab jetzt schreibe enthält leichte bis mittelschwere SPOILER! Also wer nun aussteigen will, der sollte jetzt ganz schnell woanders hinklicken. So. Weg? Gut, jetzt sinn mer unner uns! Im Prinzip geht es darum, dass man sich seiner eigenen Seele stellen muss. Gut, das ist jetzt kein soooo großes Geheimnis, da man schon nach einer knappen Spielstunde mit diesem essenziellen Spiel-Aspekt konfrontiert wird. Aber der Reihe nach. Die Grundstory kurz und knapp: Im Dorf Inaba, in welchem der Hauptcharakter ein Schuljahr verbringt, häufen sich mysteriöse Entführungs-/Mordfälle. Nachdem dann auch noch Highschooler ins Fadenkreuz des Mörders geraten, findet sich eine kleine Gruppe zusammen, um der Polizei beim Lösen Falles zu helfen. Per Zufall finden wir schnell heraus, dass das Fernsehen, bzw. das Fernsehgerät als „Tatwaffe“ herhält. Und zwar, in dem Sinne, dass die Opfer IN den Fernseher geworfen werden, und dort ihrem „dunklen“ Persönlichkeitsteil begegnen. Wenn diese Persönlichkeit dort als „nicht-existent“ verleugnet wird, stirbt man. Vorab kann man die Opfer im sog. „Midnight-Channel“ beobachten. Dieser ominöse TV-Kanal wird immer nur mitternachts, während es regnet (!!!Das Wetter spielt in diesem Teil eine essenzielle Rolle!!!) „gesendet“, bzw. er erscheint einfach aus dem Nichts heraus. Bei einer dieser Midnight-Channel Sessions stellen wir fest, dass wir in den Fernseher einsteigen können, und betreten dort die „TV-World“ - die Welt hinter der Television! In dieser TV-Welt lernen wir zunächst den dort lebenden Teddie kennen, ein sprechender, blauer Bär, welcher uns für die Mörder hält. Um ihm zu beweisen, dass wir NICHTS mit den Entführungen und Toten zu tun haben, nimmt er uns das Versprechen ab, den wahren Täter zu finden - Kunststück, das wollen wir ja eh. Ab jetzt wird es interessant. Denn die zweite Begegnung in der TV-Welt ist die mit unserem anderen Selbst. Diese Begegnung kommt nicht ohne den „ultimativen“ Boss Kampf aus, an dessen Ende wir unsere Persona erhalten, bzw. unsere Kampfgefährten, denn wir, als der Protagonist, besitzen natürlich die „Wild Card“, welche uns ermöglicht ohne weiteres eine ganze Batterie an Personas zu rekrutieren, und wir haben unsere Stammpersona auch gleich ohne jegliche Anstrengung im Portfolio. Nun geht also das Spiel erst richtig los, ich kann ab jetzt nach der Schule entweder in der TV-Welt investigativ tätig werden und Dungeons absolvieren, mich um die diversen Social Links kümmern oder einen Schüler-Job annehmen und Geld verdienen. Es zieht sich durch das gesamte Spiel, dass wir die Entführten aus den Dungeons retten müssen, welche ihr verleugnete Seelenwelt widerspiegeln, die recht fantasievoll in Szene gesetzt wurden. So residiert unsere Kameradin Yukiko in einem Schloss, der Unterstüfler Kanji nistet sich in einem traditionellen japanischen Badehaus ein, Rise wiederum räkelt sich in einem Stripteaseschuppen an der Stange. Es gibt auch einen, wie ich ihn nenne, „8-Bit-Dungeon“, der an die ganz frühen Adventures auf Commodore und Amiga erinnert. Aber sehr viel weiter bin noch nicht gekommen. Haben wir die Persona des Opfers befreit und hat sie sich mit ihr verbunden, können wir diese Person als neues Partymitglied aufnehmen. Denn wie auch im vergangenen Persona 3 sind Helden ausschließlich Schüler - mit der Ausnahme von Teddie, unserem knuffigen Guide through TV World! Worüber ich mich sehr in diesem Persona gefreut habe, ist, dass der Charakter Kanji, der zwar nach Außen hin den harten „Schlägertypen“ gibt, jedoch nur um seine latente Homosexualität zu verdeckten oder zu verleugnen. Dazu muss ich sagen: Atlus - top! Ich wartete schon längere Zeit, darauf, dass auch mal bi- und homosexuelle Charaktere ihren Weg in die Games finden (zumindest in die Blockbuster der Konosolenspiele). Obwohl man sich bei MMOs selbst entscheiden kann mit wem und wann und überhaupt. Aber in einem „vorgebenen“ Spielverlauf der, ich sag mal, stationären Games habe ich das noch nicht erlebt. Noch schöner wäre natürlich ein offen schwuler oder lesbischer Charakter gewesen, aber die Revolution beginnt meist mit kleinen Schritten. Neben diesen bahnbrechenden Storyelementen macht der durchweg passende Japano-Soundtrack das Spiel erst richtig rund. Wie gut, dass 24 der insgesamt 52 Titel bereits mit dem Spiel auf CD mitgeliefert wurden. Japp, genau das läuft seit schon gut 2 Monaten in Heavy Rotation in meinem Auto-CD-Player. Abschließend gibt es für mich nur noch einen Satz zusagen: All my thumbs up for Persona 4!

22. Juni 2009 · Nina

Von derselben Autorin, kurz danach

Reviews

Fallout 3

In einem Vault aufwachsen ist nicht sehr toll, kein Tageslicht, komische Leute und überhaupt – wenig Platz. Trotzdem beginnt so das Spiel. Von der Geburt an durchlebt ihr das Teenagerleben gestaffelt bis die Haupthandlung beginnt. Wirklich genial ist hier die Erstellung des Charakters, den ihr nach eurer „Geburt„ festlegt. Dabei sind wirklich fast keine Grenzen gesetzt. Sobald ihr dann im Teenageralter seid, beginnt der Ernst des Spiels. Ihr wacht auf, und euer Vater ist verschwunden, und ihr müsst eurem Alter Ego helfen die Vault zu verlassen, und in die Fußstapfen eures Vaters treten. Das wirklich Großartige ist jedoch die riesige Welt, mit den unzähligen Nebenquest, dem schwarzen Humor den schon die ersten beiden Teile ausgemacht haben, und die unglaubliche Handlungsfreiheit – die sofortige und langfristige Auswirkung hat. Wer willst du sein? Der gute Freund, der böse Punk, die diebische Göre? Kein Problem! Das wichtigste Arbeitsgerät eines „Ödländers„ ist – natürlich neben unzählig vielen Waffen – der Pipboy, eine Art PDA am Handgelenk den man per Knopfdruck aufrufen kann. Hier sind alle wichtigen Sachen, Daten, Waffen, Notizen usw. Sehr gut gemacht Bethesda! Mehr auf Seite 2! Kampfsystem und Charakterentwicklung Fallout3 vermischt gekonnt ein wirklich gutes RPG mit heißer Shooteraction. In Kämpfen kann man sowohl in Echtzeit kämpfen, als auch mit dem „VATS„ genannten Kampfsystem. Damit machen kämpfe noch mehr Spaß. Das Spiel pausiert kurz und man kann im VATS verschiedene Körperteile anvisieren – je nach Aktionspunkten verschieden viele. Angegeben wird hierbei auch die Trefferquote – welche von vielen Faktoren abhängt, hauptsächlich aber vom jeweiligen Skill mit kleinen Waffen, großen Waffen, Energiewaffen oder aber mit Fäusten, Messern, Bleirohren etc. Insgesamt sind die dynamischen Kämpfe wunderbar zu handeln, und nach dem zielen mit dem VATS-System werden die Aktionen cineastisch umgesetzt - einfach Großartig! Nach erfolgreichem Levelaufstieg darf man diese Attribute beliebig erweitern. Vielleicht eher auf große Waffen verteilen und Rambo werden, oder doch auf Wissenschaft und Dietrich? Bleibt jedem selbst überlassen. Zusätzlich kann bei jedem Levelaufstieg eine Sonderfähigkeit gewählt werden. Diese sogenannten Perks können z.B. „Ladykiller„ (wenn man als Mann spielt) oder „Leichenesser„ sein. Auch hier gibt es unglaublich viele Möglichkeiten, die sich direkt auf die Welt auswirken. Als Leichenesser kann man sich zwar durch das essen von Leichenteilen heilen, man verliert aber Karma bei den übrigen Ödlandbewohnern. Das garantiert unglaubliche Langzeitmotivation. Vor allem bei wiederholtem Spielen – da man jedesmal völlig anders spielen kann! Mehr auf Seite 3! Grafik und Sound Die Grafik ist einfach umwerfend. Und auf dem PC auch noch einen Tick schöner als in den Konsolenvarianten. Die Animation der Gegner sind superweich, bis auf ganz wenige Ausnahmen – leider vor allem in der Außenperspektive oder wenn man Treppen oder Berge erklimmt. In der entschärften deutschen Version fliegen auch keine Körperteile von Feinden durch die Gegend, blutig ist es trotzdem alle mal mehr als genug. Die Texturen sind nicht die allerschärfsten, und klar – mit einem Grafikreferenztitel wie Crysis und Co. kann das Spiel nicht mithalten – aber das macht auch gar nix. Die Entwickler haben sich wahre Mühe gegeben, nicht nur bei Figuren, sondern überhaupt mit der ganzen Welt. Die Außenariale sind wunderschön, Innenlevels sehen leider oft etwas gleich aus. Aber zumeist ist man ja in den Weiten des Ödlands unterwegs. Abgerundet wird das ganze durch den einfach genialen Stil in dem das Spiel gehalten wurde, den USA der 50er und 60er Jahre. SUPER! Auch der (abwählbare) Radiosender spielt Lieder aus dieser Zeit! Nichts desto trotz gibt es überraschend wenig Bugs in dieser Richtung, sei es nun Clippingfehler oder selten auch mal ein Gegner der ohne sichtbare Waffe auf einen schießt. Erstaunlich bei so einer großen Welt. Auch am Sound lässt sich nicht viel aussetzen. Die deutschen Sprecher sind durch die Bank professionell. Die Stimmungen der jeweiligen Personen kommen gut an. Die verschiedenen Sounds wiederholen sich sehr selten – weil es einfach unglaublich viele verschiedene Sätze gibt die Händler, Leute und Gegner sagen. Fazit Fallout3 gehört für mich zu der Überraschung des letzten Jahres. 10 Jahre nach dem 2ten Teil – entwickelt von einem völlig anderen Studio, da war man schon skeptisch ob das wirklich ein Fallout wird, oder ob nur ein billiges RPG mit dem Namen Geld verdienen will. Aber da hat sich Bethesda wirklich Mühe geben, und meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Ein absolutes Muss für alle die sich „Zocker„ nennen – ein tolles Vergnügen, dass nicht zu unrecht erst ab 18 ist!

6. Januar 2009 · Dai-Lee

Gleiche Rubrik, gleiches Jahr

Reviews

Lips VS SingStar

Was die PlayStation hat, will die Xbox auch! Microsoft fordert wiedermal die SingStar-Monopolherrschaft heraus und schickt seine Sprösslinge mit neuen Features ins Rennen. Freunde der heimischen Laienkonzerte und Besitzer der Xbox360 Spielkonsole bekommen zusätzlich zum Download Store mit Lips „Number One Hits„ und „ Deutsche Partyknaller„ fast zeitgleich Nachschub für ihre Karaokeparties. Was SingStar Fetischisten schon kennen, dürfen sich Lips Besitzer auch antun und nun ihre Sammlung aufstocken. Was schließlich Sony kann, macht Microsoft noch besser, oder? An zwei Abenden haben wir die Konkurrenzprodukte mit alkoholischem Beistand unter die Lupe genommen und machen hiermit kurzen Prozess. Das Spielprinzip von SingStar basiert auf uns schon bekannten Karaoke: auf dem Bildschirm werden das original Musikvideo und Text geladen und Tonbalken zeigen, ob der Teilnehmer die Töne trifft. Die SingStar Sammlung enthielt zu dem Zeitpunkt mehr Lieder als man an einem Abend hätte singen können (also so um die 1000 Songs) und mit den neuen schnurlosen Mikrofonen stand nichts mehr im Weg, um vor der Kamera eine bühnenreife Performance abzulegen; diese Aufnahmen luden wir dann unter das angelegte Profil online hoch und erwarten jetzt die Bewertung von anderen SingStar Teilnehmern weltweit ;) Wir rockten das Wohnzimmer bis in die Morgenstunden und waren ersichtlich darüber erfreut, dass wir trotz Alkoholkonsums anscheinend noch in der Lage waren die ABBA-, Disney-, und die Ballermann-Hits perfekt zu trällern. Es ist zu erwähnen, dass die Mutter der Xbox 360 ;) dagegen das Karaoke-Rad nicht neu erfunden hat und bei dem traditionellen und uns aus SingStar schon bekanntem Prinzip bleibt. Die Auswahl an den 40 singbaren Liedern pro Version ist durchwachsen und nicht jeder wird mehr als fünf Titel nachsingen können. Auf den ersten Blick machen die mitgelieferten schnurlosen Mikrofone mit LED-Lichtern am Griff und enthaltenen Bewegungssensoren Lips durchaus attraktiver. Die Lichter bewegen sich zum Getriller und die Motionsensoren fordern den Spieler neben dem Singen zu mehr Bewegung heraus. Schließlich erhält man durch mehr Bewegung höhere Punktwerte, aber macht es denn immer Spaß sich zum Affen zu machen? Und ob die Bewegungen mit den Mikrofonen zwischen den Zeilen den Spaß erhöhen, oder mindern, lässt sich streiten. Schließlich können noch bis zu sechs Teilnehmer gleichzeitig Spaß haben und die beiden Kontrahenten mit Knöpfedrücken begleiten. Angeblich soll Lips mehr Ansprüche an die Spieler stellen und empfindlicher sein, was die Treffsicherheit der Töne angeht. Das schreckt dann Nichtprofis und schüchterne Gesangshasen ab und auch nach dem Einfluss von Alkohol dürfte sich die Punktzahl nicht mehr erhöhen... Lips bietet zudem die Möglichkeit eigene Lieder vom Mp3 Player auf die Festplatte zu importieren und somit seine Sammlung zu erweitern, vorausgesetzt man kann den Text auswendig, denn dieser wird dann natürlich nicht mit angezeigt. Was das erste Lips nicht konnte, können nun die Neuerscheinungen, denn sie binden zudem die Xbox Live Avatare in das Spiel ein und geben den Spielern die Möglichkeit Accessoires freizuschalten. Microsoft bringt neue Ansätze in die Karaoke Tradition und mit ihnen mehr Verwirrung. Um den Spieler extra durcheinander zu werfen springt neben dem Musikvideo im Hintergrund, dem Songtext und den Tonbalken auch noch eine muntere Kugel über den Text. Die Punktezahl reicht nicht wie bei SingStar bis zu einer überschaubaren 10.000, sondern über die 1.000.000. Der absolute Nachteil von Lips ist aber der die Anzahl an Songs, die Sonys SingStar zu bieten hat. In den letzten Jahren kamen über 1.000 Lieder zusammen. Microsoft hat diesbezüglich stark aufzuholen. Uns konnte Lips noch nicht eine ganze Nacht lang wach halten und somit fällt die Gunst letztendlich doch auf die SingStar-Reihe, die mit weniger Schnickschnack doch mehr Freude in das Hobbysänger-Herz bringt. Mit der Lips-Reihe wird Microsoft Sony keine Fans stehlen können, aber wer neben seiner Xbox360 keine PlayStation3 besitzt, muss sich halt noch gedulden und auf mehr Neuerscheinungen hoffen.

3. November 2009 · Dai-Lee

Gleiche Rubrik, gleiches Jahr

Reviews

Spongikus auf DVD

Alles klar Kinder?... Aye-Aye, Captain! Ohhh... wer wohnt inner Ananas ganz tief im Meer? Spongebob Schwammkopf!!! Er ist gelb, hat immer gute Laune, kann seine Freunde manchmal in den Wahnsinn treiben und ist trotzdem weltweit so beliebt, dass nicht nur die kleinen, sondern auch die großen vor dem Fernseher hocken und sich das schräge, witzige Cartoon anschauen. Witzig, gelb und quadratisch - das ist Spongebob! Vor zehn Jahren erschuf Stephen Hillenburg, das heitere Gemüt und brachte eine so einzigartige und erfolgreiche Cartoon-Serie heraus, dass die Serie „Spongebob„ bereits weltweit in über 27 verschiedene Sprachen übertragen wurde. Der einzigartige Humor jedes einzelnen Charakter, von Mr Krab, Thaddäus, Patrick bis hin zu Spongebob... bringen uns immer wieder zum Lachen :) Denke ich nur an Patrick den hohlen Seestern, wie er aus seinem Häuschen kommt muss ich breit anfangen zu grinsen :) Ich habe mir die DVD-Compilation Spongikus reingezogen und meine Lachmuskeln konnten sich erst nach 118 Minuten Serienspaß entspannen. :D Hier kommt kein Charakter zu kurz! Erlebt wie Plankton ein weiteres Mal vergebens versucht an das Krabbenburger Rezept heran zu kommen, indem er ein riesengroßes Kolosseum erbaut und sein Restaurant "Abfalleimer" abschafft. Wie Spongebob gegen einen fleischfressenden Löwenfisch ankämpft und Taddäus es bei "Wer hat das schönste Haus" mit Siegbert aufnimmt. Dabei kommt ihm Spongebob in die Quere, der an dem Tag ausgerechnet sein Gehirn an Patrick ausgeliehen hat und bringt so alles herrlich durcheinander :D Was erwartet euch auf der DVD? Auf der DVD finden sich insgesamt acht lustige Folgen aus Bikini-Bottom: Spongikus, Sinfonie in Arzt-Dur, Schicker wohnen, Krabbenburger Blues, Ohne einen Penny, Das Bootskundenmuseum, Normal ist das nicht und Fortgegangen. Zusätzlich findet ihr auf der DVD eine Weihnachtsfolge „Weihnachten unter Wasser„ - passend zur kalten Jahreszeit :) Bisher habe ich die Folgen noch nicht im TV gesehen, durch den Titel "Spongikus" könnte man denken die restlichen Folgen hätten was mit dem Kolosseum usw. zu tun, dem ist aber nicht so :) Für alle Spongebob-Fans ist die DVD eine kleine nette Sammlung. Auch für alle die den kleinen Schwamm nicht kennen, aber auf schrägen Humor stehen, sind die Folgen sehenswert. Die Qualität des Bildes und der Sound sind wirklich sehr gut, besser als die täglichen Serien im Fernsehen. An Extras findet ihr auf der DVD übrigens eine schöne Animationsgalerie.

1. Dezember 2009 · Dai-Lee

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Revolutionäre Gedanken

Zugegeben – Red Faction: Guerilla ist kein „neuer Titel„, aber Spass macht er dennoch – also was solls?! ;) Manchmal im Leben eines GamerGirls kommt die Zeit des Widerstands. Man lehnt sich auf und hinterfragt terroristisches Handeln … man wird selbst zur Widerständlerin und sprengt Gebäude des vermeintlichen Aggressors in die Luft. So geschehen bei mir in der Rolle des Alec Mason auf der PS3 in Red Faction: Guerilla. Eigentlich bin ich ja weniger von Shootern angetan, aber nach einem kurzen Reinschnuppern und den ersten Auseinandersetzungen mit der EDF (der herrschenden Militärmacht auf dem Mars namens Earth Defence Force), juckte es mir in den Fingern den roten Planeten vom Einfluss und der Ausbeutung der Erde zu befreien. Das Tolle und gleichzeitig Erschreckende ist – ich habe wohl die Abrissbirne in mir entdeckt. Wer's nämlich noch nicht weiß – im Spiel ist so ziemlich alles kaputtbar und so ertappe ich mich häufig dabei wie ich einfach mit einem beliebig ausgeliehenen Gefährt durch die Walachei und anschließend in die nächste Militärbasis brettere, um diese dem Erdboden gleich zu machen :) Befreit den Mars Natürlich geht das auch mit „konventionellen„ Mitteln – schließlich bin ich... ist Ma(n)son Sprengstoff-Experte und Minenarbeiter und so hechtet man von Brennpunkt zu Brennpunkt, von Überfall zu Geiselbefreiung und was soll ich sagen? Den ersten Sektor habe ich schon befreit :) Nach Parker befinde ich mich nun in Dust und nach einem Blick auf die Karte muss ich feststellen – ich hab noch viel zu tun! Riesengroß der Mars und entsprechend auch das Game. Zuschlagen und Abhauen Zwar ist Red Faction: Guerilla kein wirkliches Taktikspiel, aber gedankenlose Herumballerei führt auch nicht wirklich zum Ziel – sobald man den Aufruhr in Gang gesetzt hat wimmelt es bald von EDF-Truppen, die zu Fuß noch leicht zu beseitigen – motorisiert jedoch schon manchmal wirklich lästig werden können. Wenn man also merkt das die feindliche Präsenz überhand nimmt, sollte man sich also aus dem Dust … also dem Staub machen... Lustig dabei ist, das ich bisher schon oft geschafft habe, einem gepanzerten Jeep zu Fuß auf der Hauptstraße zu entkommen … wenn Alec den Hammer an den Nagel hängt, würde er einen Prima Marathon-Läufer oder Sprinter abgeben … Ob es in der Zukunft olympische Spiele aus dem Mars geben wird?! ;) Hilfe wenn man sie sich verdient Das schöne an dem Spiel: Anders als z.B. bei GTA hat Fehlverhalten gegenüber Zivilisten Folgen. Wessen Sicht zu sehr durch den roten Marsstaub verschleiert ist und in Folge dessen Kumpel oder andere Zivilisten niedermäht, der findet in seiner nächsten Waffen- und Ausrüstungskiste weniger Munition vor und weniger Aufständische schließen sich den eigenen Angriffen und Anschlägen an... Das mag banal klingen, aber es gibt genug anderes „Gesindel„ was man über den Jordan schicken kann (o weia .. hab ich das jetzt gesagt?!) und auch weniger rechtschaffende Spieler werden die Vorteile der Unterstützung durch die Marsbevölkerung früher oder später zu schätzen wissen. Spannende Story Mein nächstes Ziel ist auf jeden Fall auch Dust vor der Ausbeutung durch die Erde zu beschützen. Aktuell jedoch werde ich in Ereignisse rund um eine geheimnisvolle Gruppierung namens Marauder verstrickt... Gruselig, aber spannend. Ich lass es Euch wissen, wenn Ihr wieder gefahrlos nach Dust reisen könnt oder ich von meinem „Zerstörungs-Trip„ runter bin :) Bis es soweit ist, werd ich es aber weiter kräftig krachen lassen :-P Fazit: Der Griff in die Krabbelkiste und das Erstehen von Red Faction: Guerilla für 29,99 bei MediaMarkt hat sich gelohnt :) Tolle Musik, schöne Atmosphäre, riesige Welt, spannende Story … ach ja .. und ne Menge „Knallzeug„ :D

20. Oktober 2009 · Dai-Lee

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