mehr als nur verspielt.

Hands On: Dead Space Extraction

Archiv-Artikel vom 23. Oktober 2009. Spiegelt den Stand von damals wider, nicht die heutige Meinung.

Hands On: Dead Space Extraction

geschrieben von Nina
2 Min. Lesezeit
  Dead Space für Xbox 360 und PS3 war im Spätherbst 2008 einer der Überraschungshits des vergangenen Jahres. Konsequenterweise folgt nun ein Spin Off in Form eines Prequels für Nintendos Wii.    

Das Spiel kommt als solider Railroad Shooter daher und verspricht vor allem Eines: Gore. Dies wird zwar in Deutschland höchstwahrscheinlich so nicht erscheinen, aber in meiner Copy aus dem europäischen Ausland sieht man das Blut im wahrsten Sinne des Wortes spritzen.

Die Story wird in mehreren einzelnen Kapiteln erzählt, die wir aus der Perspektive von verschiedenen Betroffenen des "Marker-Incident" erleben. Wir starten auf der Kolonie AEGIS VII, wo der Marker entdeckt und extrahiert werden soll. Bei diesem Vorgang werden die Parasiten freigesetzt, welche sich der Körper unserer Kamaraden bemächtigen und eine Art von Massenpsychose verbreiten. Das Unheil nimmt damit seinen unaufhaltsamen Lauf. Worin das endet, wissen diejenigen unter uns, die bereits bei Dead Space mit schlotternden Knien vorm Fernseher saßen. Doch keine Sorge, wer weder XBox noch Playstation besitzt, wird trotzdem schnell in die Story reinfinden, denn Vorwissen ist nicht vonnöten.

Vom Gameplay her ein absolut solider Railroad-Shooter, an dem es nichts zu meckern gibt und der auch grafisch einiges hermacht - für Wii-Verhältnisse. Natürlich darf man hier wie auch im Vorgänger den angreifenden Aliens feinchirurgisch die Gliedmaßen mittels diverser futuristischer Werkzeuge abtrennen. Wobei diesmal die beklemmende und "Paras-auslösende" Atmosphäre zugunsten eines actionlastigeren Spielerlebnisses etwas zurückgeschraubt wurde, doch wird die Düsternis des Vorgängers dabei stets gewahrt.

Die größte Neuerung bei Dead Space Extraction sind die ständigen Begleiter und dadurch entstehenden dialoglastigen Zwischensequenzen. Das ist aber Gott sei Dank nicht so enervierend wie bei anderen Spielen, die durch ellenlange Dialogsequenzen ungefähr so spannend werden wie die Tolkienschen Landschaftsbeschreibungen.

Außerdem muss man sich nicht gänzlich allein durch die Alien-Horden schnetzeln, sondern darf im Koop-Mode zusammen mit Freund, Freundin oder hartgesottenen Verwandten gemeinsam in die Schlacht ziehen. Auch die eingestreuten Mini-Games wie das Überbrücken von Schaltkreisen oder Türen verriegeln wird zwischen den Koop-Partnern aufgeteilt, sodass zum Beispiel bei der Schaltkreisüberbrückung jeder einen Part übernimmt, währenddessen der Andere eine Gegnerwelle zu beseitigen hat.

Desweiteren bietet DSE einen sog. Challenge-Modus, in dem es heißt: Metzeln, was das Zeug hält. Quasi das, was früher die Railroad-Shooter an sich ausgemacht haben, nämlich Welle um Welle die Gegner abwehren und den Highscore knacken. Auch das funktioniert vor allem mit einem Koop-Partner bestens.

Als besonderes Schmankerl wird uns als freischaltbares Bonusmaterial der Dead Space Comic aus der Feder von Ben Templesmith, der u.a. bei den Silent Hill Comics "Dying Inside" und "Three Bloody Tales" mitgewirkt hatte, präsentiert.

Mich hat dieses kurzweilige Horror-Abenteuer begeistert, auch wenn ich zugeben muss, dass der Eine oder Andere Boss-Kampf schon ziemlich frustierend war - weilganz schön kniffelig! Trotzdem ein für Genre-Fans wärmstens empfohlenes Game.

 

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27. August 2009 · Nina

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1. September 2009 · Nina

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15. Oktober 2009 · Dai-Lee

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18. Dezember 2009 · Dai-Lee

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Lips VS SingStar

Was die PlayStation hat, will die Xbox auch! Microsoft fordert wiedermal die SingStar-Monopolherrschaft heraus und schickt seine Sprösslinge mit neuen Features ins Rennen. Freunde der heimischen Laienkonzerte und Besitzer der Xbox360 Spielkonsole bekommen zusätzlich zum Download Store mit Lips „Number One Hits„ und „ Deutsche Partyknaller„ fast zeitgleich Nachschub für ihre Karaokeparties. Was SingStar Fetischisten schon kennen, dürfen sich Lips Besitzer auch antun und nun ihre Sammlung aufstocken. Was schließlich Sony kann, macht Microsoft noch besser, oder? An zwei Abenden haben wir die Konkurrenzprodukte mit alkoholischem Beistand unter die Lupe genommen und machen hiermit kurzen Prozess. Das Spielprinzip von SingStar basiert auf uns schon bekannten Karaoke: auf dem Bildschirm werden das original Musikvideo und Text geladen und Tonbalken zeigen, ob der Teilnehmer die Töne trifft. Die SingStar Sammlung enthielt zu dem Zeitpunkt mehr Lieder als man an einem Abend hätte singen können (also so um die 1000 Songs) und mit den neuen schnurlosen Mikrofonen stand nichts mehr im Weg, um vor der Kamera eine bühnenreife Performance abzulegen; diese Aufnahmen luden wir dann unter das angelegte Profil online hoch und erwarten jetzt die Bewertung von anderen SingStar Teilnehmern weltweit ;) Wir rockten das Wohnzimmer bis in die Morgenstunden und waren ersichtlich darüber erfreut, dass wir trotz Alkoholkonsums anscheinend noch in der Lage waren die ABBA-, Disney-, und die Ballermann-Hits perfekt zu trällern. Es ist zu erwähnen, dass die Mutter der Xbox 360 ;) dagegen das Karaoke-Rad nicht neu erfunden hat und bei dem traditionellen und uns aus SingStar schon bekanntem Prinzip bleibt. Die Auswahl an den 40 singbaren Liedern pro Version ist durchwachsen und nicht jeder wird mehr als fünf Titel nachsingen können. Auf den ersten Blick machen die mitgelieferten schnurlosen Mikrofone mit LED-Lichtern am Griff und enthaltenen Bewegungssensoren Lips durchaus attraktiver. Die Lichter bewegen sich zum Getriller und die Motionsensoren fordern den Spieler neben dem Singen zu mehr Bewegung heraus. Schließlich erhält man durch mehr Bewegung höhere Punktwerte, aber macht es denn immer Spaß sich zum Affen zu machen? Und ob die Bewegungen mit den Mikrofonen zwischen den Zeilen den Spaß erhöhen, oder mindern, lässt sich streiten. Schließlich können noch bis zu sechs Teilnehmer gleichzeitig Spaß haben und die beiden Kontrahenten mit Knöpfedrücken begleiten. Angeblich soll Lips mehr Ansprüche an die Spieler stellen und empfindlicher sein, was die Treffsicherheit der Töne angeht. Das schreckt dann Nichtprofis und schüchterne Gesangshasen ab und auch nach dem Einfluss von Alkohol dürfte sich die Punktzahl nicht mehr erhöhen... Lips bietet zudem die Möglichkeit eigene Lieder vom Mp3 Player auf die Festplatte zu importieren und somit seine Sammlung zu erweitern, vorausgesetzt man kann den Text auswendig, denn dieser wird dann natürlich nicht mit angezeigt. Was das erste Lips nicht konnte, können nun die Neuerscheinungen, denn sie binden zudem die Xbox Live Avatare in das Spiel ein und geben den Spielern die Möglichkeit Accessoires freizuschalten. Microsoft bringt neue Ansätze in die Karaoke Tradition und mit ihnen mehr Verwirrung. Um den Spieler extra durcheinander zu werfen springt neben dem Musikvideo im Hintergrund, dem Songtext und den Tonbalken auch noch eine muntere Kugel über den Text. Die Punktezahl reicht nicht wie bei SingStar bis zu einer überschaubaren 10.000, sondern über die 1.000.000. Der absolute Nachteil von Lips ist aber der die Anzahl an Songs, die Sonys SingStar zu bieten hat. In den letzten Jahren kamen über 1.000 Lieder zusammen. Microsoft hat diesbezüglich stark aufzuholen. Uns konnte Lips noch nicht eine ganze Nacht lang wach halten und somit fällt die Gunst letztendlich doch auf die SingStar-Reihe, die mit weniger Schnickschnack doch mehr Freude in das Hobbysänger-Herz bringt. Mit der Lips-Reihe wird Microsoft Sony keine Fans stehlen können, aber wer neben seiner Xbox360 keine PlayStation3 besitzt, muss sich halt noch gedulden und auf mehr Neuerscheinungen hoffen.

3. November 2009 · Dai-Lee

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Hands On: Dead Space

Wenn irgendwo aufgrund technischer Probleme ein Techniker gerufen wird. Denkt man an nichts Böses. Vielleicht an ein paar durchgebrannte Sicherungen oder lose Kabel. So geht es auch Isaac Clark bis auf die Tatsache das sein Einsatzgebiet das Raumschiff USG Ishimura ist. Bei dem er als Ingenieur nur mal eben überprüfen soll warum es sich schon längere Zeit nicht mehr gemeldet hat. Doch statt ein paar kaputter Kabel stößt er auf Leichen, Blut und den leibhaftigen Horror. Story Als ein riesiges Abbau-Schiff in einem entfernten Sternensystem mit einem mysteriösen Artefakt in Kontakt kommt, bricht plötzlich jegliche Kommunikation mit der Erde ab. Ingenieur Isaac Clark wird auf Reparatur -Mission geschickt doch er entdeckt lediglich einen blutigen Albtraum. Die Mannschaft der Ishimura wurde auf grausame Art umgebracht und in furchteinflößende Kreaturen verwandelt. Schnell wird Clark von seiner Crew getrennt und versucht die Ishimura wieder Fahr tüchtig zu bekommen. Clarks Reparatur Mission ist zu einem Kampf ums überleben geworden. Let's play Seinen Alter Ego Isaac Clark sieht man von hinten, die Gesundheit unseres Helden erkennen wir anhand von leuchtenden Markierungen entlang der Wirbelsäule an seinem Kampfanzug. Das Menü wird ganz futuristisch als Holographie direkt vor Clark angezeigt. Einen klassischen Kompass oder vergleichbares sucht man hier vergebens. Wir sind in der Zukunft da brauchen wir so etwas ordinäres wie einen Kompass nicht. Wir drücken einfach auf eine Knopf und vor uns erscheint eine dünne blaue Linie auf dem Boden, die uns zeigt wo die aktuelle Mission hinführt. Somit ist es trotz der engen verschachtelten Raumschiffgänge fast unmöglich sich an Bord der Ishimura zu verlaufen. Die Handlung von Dead Space verläuft komplett linear. Es gibt immer ein klares Ziel, wobei sich die Aufträge meist darum drehen, irgendwelche austauschbaren Gegenstände zu finden. Auf den Weg zu den Missionen bekommt Clark über seinen Holomonitor Anweisungen oder Bitten von Überlebenden. Zusätzlich findet er Aufzeichnungen in denen Mitglieder der Ishimura -Crew von ihren Erlebnissen erzählt. Deutlich spannender als die Missionen an sich ist der Weg dorthin. Denn die Gänge der Ishimura stecken voller Überraschungen. Aus fast jeder Ecke tauchen wie aus dem nichts erschreckende Monster auf und versuchen Clark den Garaus zu machen. Gerade hier braucht man starke Nerven, im ganzen Raumschiff ist permanent das Stöhnen, Schreien und Kratzen der Monster zu hören - wodurch man sich ständig in Alarmbereitschaft befinden, und es einem fast unmöglich macht kommende Situation vorraus zu ahnen wann und vor allem wo das nächste Monster auftaucht. Kampf Anfangs wehren wir uns mit unserem Cutter der eigentlich zum Durchtrennen von Gegenstände gedacht ist und über dünne Energiestrahlen verfügt. Die Monster auf der Ishimura halten direkten Beschuss sehr lange aus und sind auch noch fies schnell. Die empfohlene Vorgehensweise lautete daher die Gegner zu zerstümmeln. Trennt Ihnen Arme, Beine sowie sonstige Gliedmaßen ab um ihre Bewegungen zu verlangsamen. Im weiteren Spielverlauf könnt ihr auf sechs weitere Waffen zugreifen, die sich allesamt mehrmals upgraden lassen. Falls uns mal die Munition ausgeht, die gar nicht so reichlich vorhanden ist, können wir die Monster auch mit ein paar gezielten Schlägen ausschalten. Genau das sollte man sich eigentlich angewöhnen, da diese Dinger doch oft genug nur scheinbar tot sind. Geht auf Nummer sicher, sonst findet ihr sehr schnell ein blutiges Ende. Grafik & Sound Die Grafik von Dead Space ist absolut gelungen, wir finden eine perfekte detailreiche Darstellung eines unheimlichen Schauplatzes. Die gesamten Animationen wirken sehr rund, sowohl von Isaac Clark wie auch von seinen Widersachern. Dynamisches Licht und unheimliche Raucheffekte runden die Optik perfekt ab. Unterstützt wird die ohnehin schon beklemmende Stimmung durch ein absolut perfektes Sounddesign. Was da aus unserem Fernseher ertönt sucht seinesgleichen und passt sich dynamisch ans Spielgeschehen an. Die Waffen und Monstersounds in stets passender Lautstärke klingen markerschütternd, Clarks rasselnder Atem und Herzschlag im luftleeren Raum passen zur bedrohlichen Umgebung. Fazit: Verdammt was war das schon wieder für ein Geräusch? Um Himmelswillen, was war das für ein Schatten? Die Handlung schafft es vom Start weg, mit überraschenden Wendungen und einem gelungenen Finale, das es nicht eine Sekunde langweilig wird. Auch sonst glänzt Dead Space in allen Punkten. Das Kampfsystem ist perfekt durchdacht, die Bedienung geht nach kurzer Eingewöhnung einfach von der Hand. Trotz der großen Begeisterung ist Dead Space echt nur was für starke Nerven, denn wie auch immer Dead Space durch die USK gekommen ist: hier kann nicht von „gelegentlichem taktischen„ Abtrennen von Körperteilen die Rede sein. Ohne gezieltes, regelmäßiges Abtrennen von Gliedmaßen geht hier gar nichts. Für Erwachsene ein absolut gelungener actionreicher Weltraum-Horror .

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